Reihe Weltanschauungen im Gespräch

Verborgene Wahrheit?

Zeitung Fake News

"Verborgene Wahrheit? Verschwörungsdenken und Weltanschauungsextremismus" - so lautet der Titel der Tagungsreihe Weltanschauungen im Gespräch 2020.

Bild: pixabay

Bei der fünften Tagung der Reihe „Weltanschauungen im Gespräch“, die vom 18. bis 20. November 2019 in Rothenburg geplant ist, geht es um das Thema Verschwörungsdenken und Weltanschauungsextremismus.

„Fake News“, „Lügenpresse“, Verschwörungen: Gegenwärtig sind diese Schlagworte immer wieder in der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatte zu finden. Aus weltanschaulicher Sicht ergeben sich im Zuge eines ausgeprägten Irrationalismus oft überraschende Themen und Vernetzungen zwischen scheinbar getrennten Bereichen.

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Das Verschwörungsdenken entwickelt sich mitunter zum Verschwörungsglauben. Dabei geht es um eine Sehnsucht nach einfachen Antworten. Auf der Suche nach den heimlichen Drahtziehern des Weltgeschehens werden Verschwörungsmythen mit stereotypen Feindbildern, einer Sündenbocktheorie verknüpft: es ist die Rede von „den Juden“, von Freimaurern, Illuminaten usw. Dabei kommen antisemitische und antidemokratische Ressentiments ins Spiel.

Die fünfte Tagung der Reihe „Weltanschauungen im Gespräch“ wird vom 18. bis 20. November 2019 im Wildbad in Rothenburg ob der Tauber stattfinden. Bei dieser Tagung geht es um die Bezüge von konservativem Christentum und neuer Rechten, die Reichsbürger- und Selbstverwalter-Szene, Hintergründe und Gefahren von Verschwörungstheorien sowie weltanschauungsextremistische Erscheinungsformen in der Gegenwart. Vor diesem Hintergrund sollen aus christlicher Perspektive eine Gegenposition entwickelt und Hilfen für den Umgang entwickelt werden.

Als Referenten wirken ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Publizistik, Wissenschaft und Kirche mit, darunter Dr. Liane Bednarz, Juristin und Publizistin, Silvio Duwe, Fernsehjournalist, Dr. Michael Blume, Religionswissenschaftler und Beauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg gegen Antisemitismus, Prof. Dr. Michael Butter, Professor für amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft, Universität Tübingen, Prof. Dr. Michael Roth, Professor für Systematische Theologie und Sozialetik, Evangelisch-Theologische Fakultät, Universität Mainz und Tobias Ginsburg, Autor und Regisseur. Anmeldungen werden bis 8. Oktober 2019 angenommen.


03.04.2019 / ELKB