Ein Edelstein

Edelsteine zur Kontaktaufnahme mit dem Göttlichen - die Esoterik macht's möglich.

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Esoterik

Engelchanneling und andere Beschützergeister

Edelsteine zur Kontaktaufnahme mit dem Göttlichen, Channeling mit Engeln - Esoterik ist eine stark wachsende weltanschauliche Strömung.

Doch: Nicht alle Glaubenssätze der Esoterik sind mit dem christlichen Glauben vereinbar. Die Esoterik ist heute ein starker Wirtschaftszweig: Im Jahr 2011 betrug der Umsatz an Büchern und Dienstleistungen in Deutschland schätzungsweise 25 Milliarden Euro – Tendenz steigend.

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es bislang keine einheitliche Definition der Esoterik, da das Phänomen sehr weitläufig ist. Ein wesentliches Element esoterischer Anschauung besteht wohl darin, dass die Esoterik versucht, Glaube/Religion/Spiritualität einerseits und (Pseudo-)Natur¬wissenschaft/Technik andererseits in naiver Weise zu verbinden – etwa indem Engel (religiöses Element) angerufen werden, um den vermuteten Elektrosmog (naturwissenschaftlich-technologisches Element) zu neutralisieren.

Engel, die Boten Gottes

Das griechische Wort für Bote oder Abgesandten heißt „Angelos“. Die Bibel erzählt von Boten Gottes, den Engeln. Sie fungieren als Mittler zwischen Gott und den Menschen.

#Engel

Engel, die Boten Gottes

Von vielen Zeitgenossen wird die Esoterik als harmloses Phänomen eingeschätzt, etwa nach dem Motto: „Das Engelchen auf dem Stromzähler soll den Elektrosmog reduzieren? Versuchen kann ich es ja. Nutzt es nichts, dann schadet es auch nicht.“

Nicht alle Glaubenssätze und Praktiken der Esoterik sind mit dem christlichen Glauben vereinbar. Esoterik wird dort für Menschen zum Problem, wo sie in Abhängigkeit führt: Plötzlich wird keine Entscheidung mehr gefällt, ohne vorher den Rat eines Geistwesens eingeholt zu haben. Jede zwischenmenschliche Begegnung wird plötzlich danach hinterfragt, wer nun wem welche Energien raubt oder gibt. Im Glauben an die vermeintliche Heilungskraft eines Edelsteins wird im Kampf gegen ernste Krankheiten wertvolle Zeit vertan, statt sich so schnell wie möglich in fachkundige medizinische Versorgung zu begeben.

26.02.2020
Haringke Fugmann